Chronologie des Untergangs - Das Ende

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Plötzlich wurden sie von einem Lichtblitz geblendet, der so hell wie tausend Sonnen strahlte. Nur Augenblicke später erreichte sie ein Donnerhall, der ihre Trommelfelle schier platzen ließ. Als sie wieder sehen konnten, waren sie allein. Ihre Freunde, Gefährten unzähliger Gefechte gegen die Truppen der alten Regierung und später der muslimischen Clanführer des Westens, lagen am Boden. Manche aufgeplatzt wie überreife Früchte, andere schienen wie überm offenen Feuer gegrillt. Der Grossteil aber sah unversehrt aus, sie waren zusammen-gebrochen, wo sie gerade noch gestanden hatten. Jenny konnte dieses Bild nicht ertragen und wollte einfach wegrennen. Weg – einfach weg. Doch wie sie sich umwandte, erblickte sie den Atompilz. Keine 10 Kilometer entfernt erhob er sich aus einem Gebiet, wo, wie Jenny vermutete, früher einmal der Louvre gestanden hatte. Jean hatte also nicht gelogen, als er ihr in seinen letzten Atemzügen noch zuflüsterte, dass Colonel de Crosset einen alten Sprengkopf von den Amerikanern erhalten hatte. Doch das war ja jetzt egal.
Theo wollte sich gerade Klaus auf die Schultern laden, da dieser als einziger noch Lebenszeichen von sich gab, als er ebenfalls den Atompilz erblickte. Starr vor Schreck entglitt ihm Klaus, der mit einem dumpfen Knall auf dem heißen Asphalt aufschlug und einen gequälten Schrei von sich gab, der dann abrupt abbrach. „Wir werden sterben, nicht wahr?“, fragte Jenny. Theo antwortete: „Ja, es gibt keinen Weg mehr aus dieser Scheiße heraus.“ Seltsam frei von Angst vor dem Kommenden sah er den Eifelturm weit über sich hinwegfliegen, dann traf ihn die Schockwelle wie eine Faust.
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