Das Gehalt der Deutschen
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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung weiß, wie viel die Deutschen verdienen. Rund 66 Prozent der Arbeitnehmer verdienen bis zu 3.000 Euro brutto im Monat. Genau genommen liegt der Schnitt bei 2.922 Euro, das sind 118 Euro mehr als noch im Jahr 2006. Sieht aus, als hätten wir mehr Geld in der Tasche. Stimmt aber nicht. Denn trotz der 4 Prozent mehr Gehalt macht die Inflationsrate das wieder hinfällig. Die Deutschen haben sogar weniger Geld zur Verfügung als noch vor vier Jahren.
Bruttogehalt im Monat Anzahl Arbeitnehmer Anteil in Prozent
1 - 500 Euro 155.374 0,67 %
501 - 1.000 Euro 623.638 2,69 %
1.001 - 1.500 Euro 2.088.436 9,01 %
1.501 - 2.000 Euro 3.369.599 14,54 %
2.001 - 2.500 Euro 4.514.717 19,47 %
2.501 - 3.000 Euro 4.130.720 17,82 %
3.001 -3.500 Euro 2.883.453 12,44 %
3.501 - 4.000 Euro 1.746.008 7,53 %
4.001 - 4.500 Euro 1.109.475 4,79 %
4.501 - 5.000 Euro 865.133 3,73 %
5.001 - 5.500 Euro 499.947 2,16 %
5.501 - 6.000 Euro 352.952 1,52 %
6.001 - 6.500 Euro 216.272 0,93 %
6.501 - 7.000 Euro 183.595 0,79 %
7.001 - 7.500 Euro 65.253 0,28 %
7.501 - 8.000 Euro 63.294 0,27 %
8.001 - 8.500 Euro 103.266 0,45 %
8.501 - 9.000 Euro 58.337 0,25 %
9.001 - 9.500 Euro 17.341 0,07 %
9.501 - 10.000 Euro 47.305 0,20 %
mehr als 10.000 Euro 88.408 0,38 %
Na da würde mich mal interessieren, wen die da befragt haben. An 2900 Euro brutto im Durchschnitt kommt bei uns die Mehrheit garantiert nicht ran.
Ein Staat ist reich, wenn er lernt mit seinem größten Reichtum umzugehen und für sich zu gewinnen. Und der Größte Reichtum eines Staates besteht nun einmal aus seinen heranwachsenden Jugendlichen. Geht man davon aus das in der reichen Bundesrepublik Deutschland rund 15 Prozent der Kinder bis 14 Jahre und 19,1 Prozent der Jugendlichen bis 24 Jahre unterhalb der Armutsgrenze leben, so ist Deutschland eigentlich ein sehr armes Land. Nicht arm vom materiellen Werten her, nicht arm vom finanziellen Werten her, doch arm an weitsichtigen Politikern. Ein Erwachsener kann eventuell noch mit seiner Lage umgehen, doch wie verhält es sich mit Kindern und Jugendlichen. Gerade bei ihnen macht sich diese soziale Armutsgrenze in Form von Ausgrenzung verstärkt bemerkbar und wird als Belastung empfunden. Die Spannweite der sozialen Ausgrenzung reicht hierbei von „nicht teilnehmen können“ an schulischen Veranstaltungen, über beengten Wohnverhältnissen, bis zu veralteter und unmoderner Kleidung.
Was ist ein politisches System wert, wenn es einen Teil seiner Jugendlichen zu sozialen Außenseitern macht?
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