Erzgebirgisch
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25. Mai 2010 - 10:10
Also geade bei mir auf Arbeit reden ja alle Hochdeutsch. Für mich ist es auch ganz selbstverständlich auf Arbeit möglichts dialektfrei zu Sprechen. Schon wegen der Neutralität gegnüber den Kunden. Und wenn ich aber mal in meine Mundart verfalle, wird sich darüber gleich Lustig gemacht. Da schämt man sich fast schon für seinen Dialekt. Wie ist das bei euch auf Arbeit oder wenn ihr wohin fahrt. Versucht ihr da Hochdeutsch zu sprechen? Obwohl das bei manchen noch schlimmer klingt wenn sie versuchen ihren Dialekt zu verbergen. Ich hab schon oft erlebt, dass sich Leute über mein Aarzgebèèrgsch lustig gemacht haben. Viele Jugendliche sprechen inzwischen ja auch kaum noch mit Dialekt. Ich nehm mal an weil sie sich dafür schämen, oder?
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25. Mai 2010 - 12:58
#1
Also, ich stamme ja
Also, ich stamme ja eigentlich aus Sachsen-Anhalt und wohne seit 2007 im Erzgebirge. Und immer wenn ich mit meiner Verwandschaft telefoniere, sagen alle ich habe einen lustigen dialekt bekommen. Aber schämen tu ich mich nicht dafür. Wir sind so wie wir sind.
25. Mai 2010 - 14:06
#2
Ja das kenn ich, viele machen
Ja das kenn ich, viele machen sich darüber lustig. Ich selber red eigentlich kaum Erzgebirgisch. Finds eigentlich selber auch nicht so toll mit Dialekt zu sprechen. Am Ende wird man dann meist als Hinterwälder abgestempelt. Also hab ich mir den Dialekt erst gar nicht angewöhnt.
25. Mai 2010 - 15:40
#3
Also ich rede immer mit
Also ich rede immer mit Dialekt un ich schäme mich dafür o ne, weil viele von meinen freunden o mit Dialekt reden un wenn man das so beobachtet klingt das Dialektverbergen schlimmer als mit Dialekt reden. Aber es is jedem sei Ding wie er redet ob mit odo ohne.
26. Mai 2010 - 8:34
#4
Ich red so wie mir es passt.
Ich red so wie mir es passt. Sicherlich muss man schon wenigstens so reden, dass einen der andere versteht. Aber die Bayern beispeilsweise scheren sich auch nicht drum und.
26. Mai 2010 - 12:14
#5
Ich red auch wie mir es
Ich red auch wie mir es passt, ab und zu mal Hochdeutsch, sonst Arzgebirgsch.
Beim Hochdeutsch muss man sich zu sehr konzentrieren, das klingt dann auch nicht wirklich gut.
26. Mai 2010 - 16:38
#6
Ich bin dabei, wieder öfter
Ich bin dabei, wieder öfter meinen Heimatdialekt zu sprechen, gerade wenn ich mit meinen Eltern oder Freunden im Erzgebirge spreche.
Ich finde es sehr schade, dass immer mehr Dialekte - nicht nur der unsrige - einem unpersönlichen Hochdeutsch weicht. Dialekte gehören einfach zu den Menschen einer Region dazu. Aber anscheinend ist das in der heutigen ultramodernen Zeit einfach nicht mehr zeitgemäß oder "hip", ebenso wie das Pflegen von Traditionen und Werten.
Und sich für unseren Dialekt zu schämen käme mir nie in den Sinn. Warum denn? Sind wir schlechter als andere? Ganz gewiß nicht.
28. Mai 2010 - 8:18
#7
Sicher gehört der Dialekt zu
Sicher gehört der Dialekt zu einem dazu, doch gerade bei Vorstellungsgesprächen und ähnlichen kommt das immer nicht so gut. Gerade wenn man sich auswärts bewirt. Zu dem kommt es immer darauf an, ob man viel mit Kunden zu tun hat. Wenn ich privat unterwegs bin rede ich auch im Dialekt aber auf Arbeit muss ich mich schon etwas anpassen.
28. Mai 2010 - 9:23
#8
Natürlich sollte man zwischen
Natürlich sollte man zwischen beruflich und privat einen Unterschied machen. Aber manche sprechen auch privat keinen Dialekt mehr. Und das finde ich sehr schade.
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